Aurora Sky Station

Die Aurora Sky Station ist eine Bergstation unterhalb des Gipfels des Nuolja und eigentlich beliebt für die Beobachtung von Nordlichtern (laut Lonely Planet ist sie sogar der beste Ort der Welt dafür).

Da es im Sommer aber nicht dunkel wird sind die Chancen Nordlichter zu sehen aber gleich null.

Traumstrasse zwischen Kiruna und Abisko

Wir haben die Station trotzdem besucht um den Verlauf der Mitternachtssonne mal ganz genau zu beobachten.

kurz vor Mitternacht auf dem Nuolja

Von der erhöhten Position aus konnten wir gut beobachten dass die Sonne nicht mehr tiefer sinkt. Sie bleibt scheinbar auf der selben Höhe und wandert rechts nach Norden.

Blick auf die Skystation beim Abstieg vom Gipfel

Eisenerz-Miene Kiruna

Nach dem Besuch im Eishotel ging es direkt weiter ins Zentrum nach Kiruna. Wir wollten die Miene besichtigen – immerhin die größte Eisenerz Miene der Welt!

Die stetig wachsende Grube der Miene – sie wird die Stadt in den nächsten Jahren verschlingen
Hier ein weiterer Teil der Mine

Wir waren spät dran und hatten etwas Mühe die Touristen-Info zu finden da derzeit ein Jahrmarkt im Zentrum stattfindet. Wir sind gerade noch rechtzeitig angekommen und konnten noch mit. Von der Touristen-Info ging es per LKAB Bus direkt unter Tage. 300m unterhalb der Spitze des Kiirunavaara ist in einem ehemaligen Abbau-Stollen ein Besucherzentrum eingerichtet.

Im Stollen sind viele Maschinen ausgestellt. Anhand von Schautafeln wurde uns erklärt wir der Abbau genau funktioniert.

Hier eine Maschine zum Bohren von Löchern in die Decke – hier werden dann anschliessend Sprengladungen eingebracht

Der tatsächliche Abbau findet derzeit übrigens 700m tiefer statt. Mit dem Auto braucht man 45min bis in diese Tiefe. Das Eisenerz wird jedoch mit riesigen Aufzügen hochbefördert. Genug Eisenerz um 6 (!) Eifeltürme pro Tag zu bauen.

Eishotel Jukkasjärvi

Heute mittag haben wir das Eishotel Nahe Kiruna besichtig. Die Besichtigung haben wir im “asiatischen” Stil vorgenommen, es musste schnell gehen. Wir wollten noch die Nachmittags-Führung in der Miene erwischen.

Das Eishotel hat das ganz Jahr über offen. Es hatte um die -6 °C drinnen. Das ganze Gebäude wird im Sommer runtergekühlt. Am Eingang gab es Thermo-Ponchos gegen die Kälte.

Die Hotel-Gäste müssen tagsüber ihre Zimmer räumen damit Besichtigungen statt finden können. Jedes der 30 Zimmer wurde individuell von Künstler gestaltet.

Ein Teil der Hotel-Lobby
Julia hinter der Bar
Eins der Zimmer
Wir mit unseren Thermo-Ponchos – es war trotzdem kalt
Noch ein Zimmer
Eis Bibliothek in einem der Zimmer
Ein weiteres Zimmer

Offroad Camp weiterweg.de

Auf dem Weg zu einem Elchpark im Nord-Westen von Dalarna sind wir die Strasse 70 gefahren. Es war schon spät, also haben wir uns ein Plätzchen zum Übernachten gesucht. In der Gegend ist das nicht schwer, es gibt jede Menge Stichstrassen weg von der 70 die einfach ein paar Meter in den Wald oder zu einem der vielen Seen führen.

Wir sind an einem See gelandet und hatten richtig Glück. Dort war bereits eine Feuerstelle und es lag jede Menge trockene Holzäste in der Nähe. Nach 5 min hat auch schon das Feuer gewärmt und der Rotwein war geöffnet. Am Horizont konnten wir beobachten wie es wieder einmal nicht richtig dunkel wurde. Schweden ist echt super!

Camp Ringo an der 70

Am nächsten Tag sind wir dann über das Offroad Camp von weiterweg.de gestolpert. Zwei Deutsche die sich hier im tiefsten Schweden eine Existenz aufgebaut haben.

In Nornäs betreiben sie ein Cafe. Das Offroad Camp ist dann gut im Wald versteckt. Vom Camp aus haben wir dann eine Wanderung ins nahegelegene Bärenreservat gemacht. Hier ein paar Bilder von der Landschaft – leider keine von Bär oder Elch – die waren wohl mal wieder zu schüchtern.

Im Bärenreservat: der Weg verläuft teilweise durch ein Moor
Der Wald ist übersät mit Felsen (Felsen sieht man übrigens viel in Schweden)
Moor, Wald und Seen wechseln sich stetig ab

Am nächsten Tag ging es dann für uns zu einer geführten Polaris UTV Tour von weiterweg.de. 2:30 Std durch Wälder und einen abgelassenen Stausee brettern. Mit bis zu 90 km/h. Wir hatten beide einen Riesenspaß.

Mit Vollgas durch den Wald
Julia testet ob ihre Regenhose wasserdicht ist
Ein UTV aus der Nähe (hat übrigens 45PS und geht 90 Spitze)
Ausfahrt aus dem Bach (das ganze Gelände ist eigentlich ein abgelassener Stausee)
Erinnerungsfoto mit unseren Spielzeugen

Midsommar in Dalarna

Von Ekna aus ging es für uns erst mal 2 Nächte nach Stockholm in ein Hotel. Leider war das Hotel und auch Stockholm insgesamt ziemlich nervig. Da hat uns Kopenhagen deutlich besser gefallen.

Von Stockholm ging es dann nach Dalarna. Eine Region in Mittelschweden in der viele Traditionen noch gelebt werden. Quasi das “Bayern” Schwedens.

Hier haben wir dann Midsommar gefeiert. Während Midsommar für die jüngeren Schweden vor allem ein Anlaß ist mal so richtig die Liquor Stores zu plündern versuchen die Älteren die Tradition beizubehalten.

Hier ein paar Bilder vom traditionellen Midsommar Fest im kleinen Dorf Näset nahe Furudal.

Der Maibaum wird aufgestellt
Die Fiedler Band feuert an
Eine Frau in Tracht schreit und jodelt abwechselnd (wir vermuten um böse Geister zu vertreiben)
Anschließend wird dann um den Baum getanzt. Die Fiedler stehen in der Mitte. Eine Anheizerin gibt Kommandos (Ententanz, Elefantentanz, im Kreis drehen etc)

Nach ca. 20min Tanz wurde dann in den nahegelegenen Gemeindesaal gegangen. Dort wurde – für uns Bayern unvorstellbar – lediglich Kaffee getrunken. Es gab keinen Alkoholauschank. Wie wir später gelernt haben, ist das mit dem Alkoholauschank auf öffentlichen Festen in Schweden bürokratisch aufwendig und auch sehr teuer.

 

Ikea Museum und Ekna Naturcamping

Von Kopenhagen sind wir über die Öresund Brücke nach Malmö gefahren. Dort haben wir eine Nacht auf einem Campingplatz verbracht. Früh morgens sind wir dann zum Ikea Museum in Älmhult aufgebrochen.

Das Ikea Museum gibt es erst seit einem Jahr. Es ist in dem Haus untergebracht in dem der Gründer Ingvar Kamprad sein erstes Möbelgeschäft eröffnet hatte. Es zeigt die gesamte Geschichte des Unternehmens Ikea. Einige Dinge die mir in Erinnerung geblieben sind:
– Für das Möbeldesign hat Ingvar Kamprad häufig Dänen beschäftigt da es dort sehr fähige Designer gab/gibt.
– Die schwedische Möbelindustrie hatte sich großteils geweigert für ihn zu fertigen. Daher wurden/werden viele Möbel in Polen gefertigt.
– Er setzte konsequent auf Innovation. So wurde versucht aus den Kronen von Birken noch etwas verwertbares herzustellen. Auch verwendetete Ikea als eine der ersten Firmen überhaupt vollautomatisierte Transportroboter in den Logistikzentren.
– Der Kartoffelbrei zu den Köttbullarn schmeckt in Schweden einfach besser
– Köttbullarn spricht man “Schöttbullarn” aus

Nach dem Museumsbesuch sind wir weiter zu einem Campingplatz den ich von meinem Kollegen und Schweden-Experten Felix empfohlen bekommen hatte. Ekna Naturcamping.

Der Campingplatz hat nur 30 Stellpätze die sich gleichmäßig über ca. 2 Kilometer Seeufer verteilen. So hat jeder richtig viel Platz und der Nachbar stört garantiert nicht. Es gibt keine Rezeption. Man sucht sich einfach seinen Platz und hinterläßt das Geld in einem Briefumschlag wenn man wieder abreisst. Wow. Sowas hatten wir noch nicht erlebt.

Hier ein paar Bilder:

Unser Stellplatz aus der Luft
Julia beim Stand-Up-Paddeln
Unser Stellplatz vom Wasser aus gesehen

Diese Idylle hat mehr denn jeh dazu eingeladen mal einfach nichts zu tun. Und so haben wir dann auch 5 Tage lang praktisch nichts gemacht. Nur gelesen, gepaddelt, mit der Drohne gespielt, Holz gehackt, Feuer gemacht, gegrillt und gekocht.

Vielen Dank Felix für den tollen Tipp!

 

 

 

Kopenhagen

Wir haben uns einen sehr schönen Campingplatz in Charlottenlund/Kopenhagen ausgesucht und hatten Glück den letzten freien Stellplatz zu bekommen. Damit haben wir eigentlich nicht gerechnet. Der Platz liegt wirklich schön direkt am Wasser und auch hier war eine meiner Favoriten-Jogging-Strecken bisher:

Mit dem Bus waren wir in 25 Minuten in der Stadt und haben uns in der Innenstadt etwas umgeschaut. Die Palastwachen haben wir auch gesehen, eigentlich das gleiche wie in London nur in blau. Wir sollten nochmal nachlesen ob es hier einen Zusammenhang gibt.

Nyhaven

An diesem Abend waren wir dann auch zum ersten Mal in Dänemark etwas Essen und ja man muss sich schon  an die Preise gewöhnen. 15 Euro für etwas Thailändisches im Imbiss kam uns schon recht viel vor. Gut wars aber!

Am nächsten Tag sind wir nochmal mit Ringo in die City gefahren und haben uns Christiania die Freistadt in Kopenhagen angeschaut.

Info Wiki: Die Freistadt Christiania (dänisch Fristad Christiania, auch Freies Christiania oder kurz Christiania) ist eine alternative Wohnsiedlung in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, die seit 1971 besteht. Aus Sicht der dänischen Behörden handelt es sich um eine staatlich geduldete autonome Gemeinde.

Überraschend fanden wir wie groß Christiania ist, es stehen hier viele total nette Häuser schön mit Rosen vor der Tür und eine Straße weiter ist die Pusherstreet in der öffentlich an Ständen Canabis verkauft wird. Diese Verkäufer haben auf mich aber nicht wie nette alternative Aussteiger aus den 70er gewirkt.  Metallica, Bob Dylan und Rage against the Machine haben wohl hier auch schon Konzerte gespielt.

Danach ging es an total schönen Hausbooten vorbei zum Streetfoodmarket.  Hier haben wir ausgiebig geschlemmt. Es gibt super viele leckere und ausgefallene Dinge zu Essen. Unser Favorit war aber Smörrebröd und Karottenkuchen 🙂 Da kann ein frittierter Donut mit Creme Brule Füllung und Vanilleeis einfach trotzdem nicht mithalten.

Am Nachmittag ging es dann über die Öresundbrücke nach Malmö und hier haben wir an einem schönen Campingplatz am Wasser mit Blick auf die Brücke übernachtet. Am nächsten Tag wollten wir eigentlich mit dem Fahrrad die City erkunden aber irgendwie hatten wir Lust auf etwas Ruhe und sind dann weiter zum Naturcamping in Ekna.

Römö / Dänemark

Nach unserem Stopp in Sankt Peter Ording hätten wir sehr gerne noch Regina und Franz auf Föhr besucht aber eine Überfahrt mit Ringo hätte uns ca. 180 € gekostet und somit wurde die Planung etwas zu kompliziert und wir sind gleich weiter Richtung Dänemark auf Römö gefahren. Am Campingplatz wurden wir erstmal sehr nett empfangen, die Dänen sind wirklich nette Leute und mögen es gern unkompliziert. Auf dem Campingplatz war nichts los und wir hatten eine entspannte Zeit. Von Badewetter konnte man natürlich nicht sprechen aber wir sind zu dem sehr bekannten Autostrand auf Römö gefahren. Hier sind viele Kiter unterwegs und man sieht richtig viele und große Drachen (siehe Instagramfeed). Der Strand nimmt eine riesige Fläche ein.

Am Campingplatz gab es auch ein richtig tolles Trampolin 🙂

Am nächsten Tag war dann richtig stürmisches Wetter und bei einem Strandspaziergang ist uns aufgefallen, dass die Dänen so suchend über den Strand gelaufen sind. Unsere Vermutung war, dass Sie nach Bernstein suchen und deswegen hab wir auch ein bisschen die Augen aufgemacht.

Ob das wohl Bernstein ist? Leichter als ein Stein ist es schon…

Nach zwei Nächten auf Römö (und der Frage des Mitarbeiters an der Rezeption ob wir denn schon genug von der Sonne haben 😉 ) machen wir uns dann auf den Weg nach Kopenhagen.

Richtung Norden

Nach dem Frühstück im Hotel in Saarbrücken und einem Blick auf das Wetter draußen beschließen wir heute mal etwas mehr Kilometer zu machen, wir verbringen den Tag im Bus und wir schaffen es bis nach Sankt Peter Ording. Nachdem wir so um 8 Uhr abends angekommen sind haben wir noch einen kleinen Spaziergang auf dem Deich gemacht und festgestellt, dass es auch hier schon länger hell ist als in Südfrankreich. Stühle und Tisch haben wir gar nicht erst ausgepackt… viel zu kalt.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück sah es schon besser aus und wir haben uns einen schönen Tag am Strand gemacht.

Der Strand von Sankt Peter Ording ist etwa zwölf Kilometer lang und bis zu zwei Kilometer breit. Da Samstag war war auch richtig viel los. Immer mehr Wohnmobile sind auf den Strand gefahren an dem man hier Tagsüber direkt parken kann. Bis auf die Kitesurfer mit Neo hat sich sonst auch niemand ins Wasser getraut.

Nachdem wir die Temperaturen in Südfrankreich gewohnt waren und etwas Wärme durch die Sonne gesucht haben wurden wir dann mit einem richtig üblen Sonnenbrand bestraft.

Richtung Saarbrücken

Von Avignon aus fahren wir Richtung Saarbrücken um dort ein paar Tage bei der Familie zu verbringen. Nördlich von Lyon haben wir keine Lust mehr zu fahren und halten an einem Campingplatz an der Saône.

Vorher wird Ringo aber vom Staub der Camargue befreit.

Als wir auf dem Campingplatz ankommen sind wir doch etwas überrascht, weil ALLES wirklich ALLES und auch fast ausschließlich auf Holländisch ist. Wir sind hier wohl bei einem beliebten Zwischenstopp der Holländischen Camper gelandet. 🙂 Wir haben uns in der Sonne und bei einer Runde Tischtennis (Flo gewinnt immer 🙁 … immer ) einen schönen Abend gemacht und am nächsten Tag ging es mit einem letzten Stopp zum Shoppen im Französischen Supermarkt dann bis nach Saarbrücken.