Avignon

Nach einer schönen Zeit in der Camargue machten wir uns gestern auf den Weg nach Avignon und damit auch langsam auf den Weg zurück nach Deutschland.

Wir hatten einen schönen Campingplatz direkt mit Blick auf die berühmte Pont d’Avignon (eine der schönsten Joggingstrecken in diesem Urlaub bisher, an der Rhone entlang und an der Brücke vorbei mit Blick auf die Altstadt)

Pont d’Avignon

Avignon ist eine sehr schön Stadt, alles ist schön hergerichtet, sauber und gepflegt. Viele kleine Läden hätten zum Shoppen eingeladen aber Dank des Feiertages waren diese geschlossen und das Urlaubsbudget wurde geschont 🙂

Der Palais des Papes ist ein wirklich beeindruckendes Gebäude und unglaublich gut erhalten.  Zwischen 1335 und 1430 war er die Residenz verschiedener Päpste.

Palais des Papes

Am vormittag fuhren wir mit der kleinen Fähre gleich bei unserem Camingplatz nochmal über die Rhone und schlenderten noch etwas durch die Stadt um dann weiter Richtung Deutschland zu fahren.

Carmargue

Die Carmargue ist die Region am Mündungs-Delta der Rhône ins Mittelmeer. Das ganze Gebiet ist sehr flach, sandig, mal feucht, mal trocken. Sehr abwechlungsreich. Es soll dort angeblich noch wilde Pferde und Rinder geben. Und es soll ein paar schöne Pisten-Strecken geben.

Wir haben uns auf einem Campingplatz Nähe Saint-Maries-de-la-Mer einquartiert. Für 14 EUR / Nacht übrigens der günstigste auf dem wir bis jetzt übernachtet hatten.

Von dort sind wir zu Erkundungstouren aufgebrochen. Hier die Bilder:

Erste Tests mit der Fotodrohne (Phantom 2 + Ricoh GR).
Einer der vielen Teiche in der Carmargue
Endlose Buckelpisten Kilometer
Links und rechts Natur pur, hier z.B. eine Mini-Salzwüste

Und dann haben wir noch diesen einen fantastischen Strand gefunden. Wer ein Fahrzeug schmaler <2m hat findet dort ein kleiner Paradies voller Freiheit. Dort kann man noch tagelang direkt am Wasser stehen bleiben und es interessiert keinen. Viele Campen dort auch und stellen sich ein “Klo-Zelt” hinter den Bulli.

Schmaler als 2m?
Parken in erster Reihe – einfach ein Traum
Jede Menge Kitesurfer

Ingesamt war die Carmargue mein Highlight auf unserem Ausflug nach Süd-Frankreich. Nirgendwo sonst hatten wir so viel Natur, tolle Pistenkilometer und einfach ein Gefühl von Freiheit.

Côte d’Azur: Presqu’île de Giens

Die Halbinsel von Giens südlich von Hyères. Das ist unsere zweite Station an der Côte d’Azur. Wir haben gehört dass die Halbinsel landschaftlich sehr schön sein soll, also haben wir uns kurzerhand entschieden dort ein paar Tage zu verbringen.

Wie üblich hab ich vorab mit der ADAC Campingführer App recherchiert welcher der beste Campingplatz für uns wäre. Dort angekommen haben wir erstmal die möglichen Stellplätze angesehen. Leider alle nicht so toll, meist sehr sonnig und eng bei einander. Der Strand war auch nicht toll und dann war  der Mobilfunkempfang auch nur EDGE.  Das gab uns dann den Rest und wir haben uns auf die Suche nach an einer Alternative gemacht.

Bei der Alternative angekommen, haben wir uns zu erst mal den Strand angesehen: ein Traum! Das Wasser azur-blau, der Sand wie Puderzucker. Überschwenglich sind wir dann zur Rezeption gelaufen und mussten dann leider feststellen dass dieser “Campingplatz” nur sogenannte Mobil-Homes (d.h. Bungalows) anbietet. Es gibt einfach keine regulären Stellplätze mehr. Trotzdem darf man sowas wohl Campinplatz nennen. Allmählich etwas entkräftet haben wir uns dann auf einem kleinen Campingplatz etwas 1km weiter südlich niedergelassen. Dieser lag dann nicht direkt am Meer.

Am Tag darauf haben wir eine tolle Wanderung Rund ums westliche Kap von Giens gemacht. Bei der Wanderung sind jede Menge tolle Bilder enstanden. Hier eine Auswahl:

Kleine Inseln vor dem Kap
Das Kap ist größtenteils von Büschen bewachsen.
Buchten auf dem Rundweg
Abstieg zu einer Bucht. Unten halten französische Minentaucher derweilen eine Übung ab.
Unten angekommen. Eine kleine Grotte. Von den Minentauchern nichts zu sehen. Der Bootsmann sonnt sich derweilen im Schlauchtboot.
Rückkehr des Schlauchboots zum Mutterschiff

Anschliessen haben die Soldaten dann noch Banana-Boot fahren “trainiert”.

Am späten nachmittag waren wir dann noch am Strand und haben die Bucht vor unserem Campingplatz mit den SUP-Board erkundet.

Hier noch ein Bild von der alten Verbindungsstrasse der Halbinsel mit dem Festland. Links davon ist ein großes Kite-Surfrevier. Das Wasser ist überall sehr flach, man kann teilweise 50m hineinlaufen ohne dass die Badehose nass wird.

Alte Verbindungsstrasse nach Hyères

Côte d’Azur: Le Dramont und Cannes

Wir hatten ein Riesenglück mit unserem Camping Platz nahe Saint Raphael: er war klein, kaum belegt und es gab eine kleine Bucht mit nettem Restaurant daneben. So wurden dann aus den ursprünglich angedachten 2 Nächten halt 3.

Hier der Blick vom nahegelegenen Hügel auf auf die Bucht von Le Dramont.

Bucht von Le Dramont

Unser Campingplatz ist hinter der kleinerern Bucht im Vordergrund gelegen.

Am ersten Tag war erstmal Ausspannen am Strand angesagt. Der Strand war kein Sand, sondern sehr feiner Kies. Sehr angenehm zum liegen und dabei aber nicht klebrig. Wir haben unser SUP Board auch wieder fleissig genutzt, allerdings konnten wir nur wirklich innerhalb von der Bucht aufrecht darauf stehen. Im offenen Meer wurde es dann zu wackelig, die Wellen waren hier einfach zu hoch für uns Anfänger. Abends waren wir dann noch im Strand-Restaurant super lecker essen.

Am zweiten Tag ging es dann an der malerischen Küste entlang nach Cannes. Hier ein paar Bilder von der tollen Küstenstrasse.

Irgendwo zwischen Le Dramont und Cannes
Das Esterel Gebirge kurz nach Le Dramont
Irgendwo zwischen Le Dramont und Cannes

In Cannes waren wir dann etwas essen und haben uns ein wenig umgeschaut. Das Film-Festival ging am Vortag zu Ende und der rote Teppich wurde gerade abgebaut. Vom Heliport starteten regelmäßig Helikopter Richtung Marseille und einige dicke Yachten lagen noch im Hafen.

Einer der vielen Strände von Cannes

 

Der Weg zur Côte d’Azur

Am Donnerstag sind wir früh aufgestanden, haben noch ein letztes Mal in unserer Wohnung gefrühstückt, und sind dann auf die A96 Richtung Lindau aufgefahren. Tagesziel: Genfer See.

Den Weg nach Bregenz kenn ich eigentlich gut. Letzte Ausfahrt vor Österrreich nehmen und dann durch Lindau entlang an der Küste nach Bregenz um der Pickerl-Pflicht zu entgehen. In Bregenz dann weiter zum Grenzübergang St.-Margarethen in die Schweiz. Hier wird tatsächlich auch noch kontrolliert. Von dort dann wieder Autobahn.

Am späten Nachmittag waren wir dann endlich am Genfer See. Dann schnell noch das neue SUP-Board aufgepumpt und ab in den See, oder besser gesagt aufs Brett. Denn der See war noch sehr kalt.

Erster Test des neuen SUP-Boards

Dann noch ein Eis, eine Milch und einen Kaffe im Campingplatz-Supermarkt für stolze 10EUR gekauft! Die Schweiz eben. So macht Urlaub nicht wirklich Spaß.

Am nächsten Tag ging es dann nicht ganz so früh weiter. Erstmal ein Baguette und ein Pain-au-Chocolat für 5 EUR gekauft und die Gebühr für den Campingplatz gezahlt: 38 EUR. Aargg!

Heutiges Tagesziel: Irgendwas hinter Grenoble.

Kurz hinter Genf beginnt auch schon Frankreich. Kein Mensch am Grenzübergang zu sehen, freie Fahrt. D.h. freie Fahrt eigentlich nur bis nur nächsten Mautstation. Und die Maut ist richtig saftig, für ne gefühlte Std auf der Autobahn mussten wir über 10EUR zahlen.

Nach ca. 2 Std Fahrt waren wir dann auch schon in Grenoble und haben uns etwas die Stadt angesehen und etwas zu Mittag gegessen. Meiner Meinung nach die besten Fleischpflanzerl die ich je gegessen hatte (sorry Mama).

Weiter Richtung Süden sind wir dann auf einem kleinen idylischen Natur-Campingplatz gelandet. Die letzten Paar Meter haben wir sogar noch ein paar junge französische Anhalter mitgenommen. Und das alte Vorurteil wurde wieder einmal bestätigt: Englisch-Kenntnisse gleich null. Ich kann mehr französisch als die englisch. Schon irgendwie traurig.

Camping Belle Roche

Schon toll wenn im Umkreis von 20m kein anderer Camper steht.

Am nächsten Tag sind wir dann zeitig aufgestanden. Frühstück gabs schon um 8:00 (zum Vergleich: Baguette hier für 1,10EUR), da wir einen weiten Weg vor uns hatten. Es sollte weiter die Route Napoleon durch die Haute-Provence Richtung Süden gehen. Tagesziel: irgendein Campingplatz am Meer.

Die Route war schön aber auch anstrengend. Vor allem für den Beifahrer, da sehr viele Serpentinen zu fahren waren. Hier ein paar Bilder von der Route Napolen.

Na, noch niedriger als 2,70m?
Haute-Provence
Verdon Schlucht
Haute-Provence

In Grasse wollten wir eigentlich einen kurzen Stopp machen und uns mal eine Parfum-Manufaktur ansehen. Leider haben wir einfach keinen Parkplatz gefunden. Nach 20min haben wir dann entnervt aufgegeben. Das Meer war schliesslich auch schon in Sichtweite, also lieber schnell noch die letzten Abendstunden dort verbringen.

Inzwischen sind wir auf auf einem kleinen Campingplatz, direkt am Meer, in einer geschützten Bucht Nahe St. Raphael. Jetzt ist erstmal ausspannen angesagt.

Gefahrene Kilometer: 1141

10 Wochen Urlaub

Wir können es noch kaum fassen: 10 Wochen am Stück Urlaub! In diesen 10 Wochen wollen wir mit unserem Ringo von Südfrankreich bis zu den Lofoten fahren. Ca. 8000km quer durch Europa liegen vor uns.

Heute wurde fleissig gepackt. Hier ein Teil der Dinge die alle noch in unserem Bus untergebracht werden müssen. Dank Dachbox sollte es aber klappen.

 

Shkodrasee

Heute ging leider schon wieder Richtung Heimat. Also Richtung Norden. Wir wollten allerdings nicht wieder den selben Weg zurück nehmen, sondern über den Shkodrasee und Niksic nach Dubrovnik.

Zum Shkodrasee führte eine sehr einsame und enge asphaltierte Strasse (für große Wohnmobile eher suboptimal) hinauf in das Rumija Gebirge. Wir konnten kaum glauben dass wir hier richtig sind, da wir gelesen hatten dass der See einer der Hauptattraktionen Montenegros sei.

Endlich oben angekommen hat sich dann die Halterung vom Endschalldämpfer verabschiedet. Wir hielten natürlich sofort an und fanden etwas Draht neben einem Strommasten mit dem wir den Auspuff dann wieder festbinden konnten. Glück um Unglück also. Dann ging es wieder Bergab Richtung See.

Shkodrasee

Während der Fahrt bergab gabs immer wieder Hammer Ausblicke. Der See ist übrigens fast so groß wie der Bodensee. Etwa 1/3 gehören zu Albanien, 2/3 zu Montenegro.

Shkodrasee

 

Bunkersuche in Albanien

Heute nachmittag haben wir uns auf den Weg nach Albanien gemacht. Wir hatte nicht vor dort zu übernachten. Wir wollten nur mal kurz einige der berühmten Bunker ansehen. Angeblich soll es dort ja mal 200.000 von ihnen gegeben haben.

Die Strecke zum Grenzübergang war deutlich schlechter ausgebaut als die Karte vermuten lies. Leider mussten wir dann auch noch ca. eine halbe Stunde am Übergang warten. Die längste Wartezeit an einer Grenze die wir bisher erlebt hatten. Die Grenzbeamten waren ziemlich mürrisch und man hatte nicht wirklich das Gefühl willkommen zu sein. Wir kamen aber trotzdem gut durch und machten uns auf den Weg nach zum Skodra See:

Ca. eine halbe Stunde später waren wir auch schon am See angekommen. Leider konnten wir bisher noch keinen einzigen Bunker entdecken. Enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg nach Montenegro. Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen fantastischen Sonnenuntergang über Albanien gesehen.

Plitvizer Seen

Seit gestern sind wir auf einem Camping Platz in der Nähe der Plitvizer Seen (http://kamp-turist.hr/). Die Nacht war extrem kalt, so um die 5°C, die kälteste die wir bisher im Ringo verbracht hatten. Dank Standheizung war es aber doch gemütlich.

Brotzeit

 

In der früh ging es dann mit einem Shuttlebus zu den Seen. Das Wetter war leider nicht optimal, sehr bewölkt und kalt. So hatten wir uns Kroatien im September nicht vorgestellt. Trotzdem waren viele Besucher da, es war schwer Fotos ohne Leute zu machen.

Plitvizer Seen
Plitvizer Seen

Nach ca. einem halben Tag hatten wir den Großteil gesehen. Zum Mittagessen ging es dann in die etwas sozialistisch anmutende Kantine.

Insgesamt waren wir beide etwas enttäuscht von den Seen. Vielleicht lag es am Wetter oder an der Masse von Menschen. An der Küste hat uns auf jeden Fall bisher besser gefallen.